Moderne Fahrzeuge lesen die Straße mit einer Kamera hinter der Frontscheibe: Spurhalteassistent, Notbremsassistent, Verkehrszeichenerkennung, adaptiver Tempomat. Wird die Scheibe getauscht, sitzt die Kamera anschließend minimal anders – und rechnet mit falschen Abständen.
Was passiert ohne Kalibrierung?
Ein Grad Abweichung bedeutet in 50 Metern Entfernung fast einen Meter Versatz. Der Notbremsassistent erkennt das Hindernis zu spät oder bremst grundlos, der Spurhalteassistent lenkt in die falsche Richtung. Deshalb schreiben alle Hersteller nach dem Scheibentausch die Kalibrierung vor – und im Schadenfall fragt die Versicherung nach dem Protokoll.
Statisch oder dynamisch
- Statisch: In der Werkstatt mit Kalibriertafel, exakt ausgerichtetem Fahrzeug und Diagnosegerät.
- Dynamisch: Per Testfahrt auf definierter Strecke, während das Steuergerät die Kamera einlernt.
- Manche Fahrzeuge brauchen beides – wir halten uns an die Vorgabe des Herstellers.
Dauer, Kosten, Nachweis
Die Kalibrierung dauert 30 bis 90 Minuten und ist Teil unserer Scheibentausch-Leistung; die Versicherung übernimmt sie im Glasschadenfall mit. Sie erhalten das Kalibrierprotokoll zur Rechnung. Alles Weitere zu Reparatur und Tausch lesen Sie unter Autoglas & Scheiben – und nach einem Unfall gehört die Kalibrierung selbstverständlich zur Unfallreparatur.


